Wir sitzen am Flughafen. Zwei Wochen Reise durch Burkina Faso gehen zu Ende. Im Herzen tragen wir eine Mischung aus Wehmut und tiefer Dankbarkeit – überwältigt von all den Eindrücken, erfüllt von Begegnungen, und gesund.
Hinter uns liegen unzählige Kilometer durch das Land. Wir haben Städte und kleine Dörfer gesehen, staubige Straßen und lebendige Plätze, und überall Menschen, die uns mit offenen Armen empfangen haben. Es waren wundervolle, berührende Begegnungen, die bleiben werden.
In diesen zwei Wochen durften wir 19 Schulen einweihen.
19 Feste. 19 Mal Musik, Tanz, Reden.
Wir haben den Worten von Direktoren und Dorfchefs gelauscht – voller Stolz, Hoffnung und Verantwortung. Und ich selbst habe 19 Reden gehalten, oft mit zitternder Stimme, immer mit großem Respekt.
So oft wurden uns Geschenke überreicht: bunte Stoffe, Urkunden, traditionelle Kleidung, Mais, Hühner, sogar Schafe. Zeichen von Wertschätzung, die von Herzen kommen. Wir haben unzählige Hände geschüttelt, gemeinsam gelächelt, immer wieder das obligatorische „Photo de Famille“ gemacht.
Bänder wurden durchschnitten, Klassenzimmer besichtigt, Schulhöfe betreten. Danach saßen wir zusammen, teilten das Essen: Hühnchen, Reis, Bohnen, Tô – und manches, dessen Namen wir nicht kannten, aber dessen Geschmack wir nie vergessen werden.
Die meisten Bauprojekte sind gut gelungen. Die Gebäude stehen solide, die Klassen sind voll, Bäume wurden gepflanzt. Wir sind glücklich und dankbar, dass wir an so vielen Orten das Richtige tun durften.
Manchmal jedoch klappt es nicht perfekt. Es gibt Baumängel, fehlende Reparaturen, leere Klassenräume – weil die Unterstützung vor Ort nicht immer ausgereicht hat. Auch das gehört zur Realität. Wir lernen, damit zu leben, denn wir wissen: Wir geben immer unser Bestes.
Immer wieder wird uns bewusst, wie unfassbar wichtig Schulbildung ist.
Kinder lernen in Klassen mit bis zu 150 Schülern – oder sie bekommen gar keine Chance, eine Schule zu besuchen. Es berührt uns tief, zu sehen, was Bildung für jedes einzelne Kind bewirken kann. Sie verändert Leben. Sie schenkt Zukunft.
Wie schön ist es, zu sehen, dass so viele Mädchen zur Schule gehen. Wie sehr sich alle anstrengen. Wir sehen Kinder, die hart arbeiten, die oft bis spät abends über ihren Hausaufgaben sitzen – weil sie diese Chance nutzen wollen. Bildung ist für sie kein Muss, sondern ein Geschenk.
Gleichzeitig sind wir tief beeindruckt davon, wie glücklich die Menschen hier sind. Sie haben so wenig – und wirken doch so zufrieden. So viel zufriedener, als wir es oft bei uns erleben.
Die Gastfreundschaft ist überwältigend. Überall werden wir herzlich empfangen, mit Respekt, Wärme und echtem Interesse.
Und das Miteinander der Menschen berührt uns besonders: das Kümmern um die Kleinen und die Alten, Kinder, die auf der Straße spielen, große Geschwister, die Verantwortung für die Jüngeren übernehmen. Dieses Gemeinschaftsgefühl, dieses füreinander Dasein – davon können wir so viel lernen.
Jetzt sitzen wir hier am Flughafen.
Müde. Erfüllt. Dankbar.
Und mit dem sicheren Gefühl, dass diese Reise Spuren hinterlassen hat – in Burkina Faso und in unseren Herzen.
Mit dieser Reise haben wir erneut viele Weichen für die kommenden Jahre gestellt:
✅ Neue Schulbauprojekte: Wir haben fast 60 Deligationen zugehört und werden gemeinsam in Deutschland entscheiden, wo wir in diesem Jahr bauen werden .
✅ Erweiterung bestehender Schulen: Überall dort, wo Klassen überfüllt sind, versuchen wir im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten mit weiteren Gebäuden Abhilfe zu schaffen.
✅ Mädchenförderung: Im Foyer Monique haben wir erlebt, wie wichtig es ist, jungen benachteiligten Mädchen Bildung zu ermöglichen. Doch was passiert nach dem Abitur? Auch hier unterstützen wir die Mädchen weiter, um den Übergang in einen Beruf und damit in ein selbstbestimmtes Leben zu fördern.
✅ Aufklärungsunterricht: Unser Team hat gute Arbeit geleistet , in Bamako konnten wir uns davon selbst ein Bild machen. Sensibilisierungskurse zu Gesundheitsfragen und Familienplanung bleiben wichtig, und wir hoffen, dass Projekt auch für das kommende Schuljahr finanzieren zu können.
Unsere Arbeit ist nur durch eure Unterstützung möglich. Jede Schule, die wir bauen, jeden Brunnen, den wir finanzieren, jede Schulbank, die wir liefern – all das geschieht dank eurer Spenden.
Jede Spende macht einen Unterschied. Sie schenkt Kindern Bildung, Hoffnung und eine Zukunft.
Wir hoffen, dass euch die Bilder, Videos und Berichte unserer Reise gefallen haben und ihr einen Einblick in unsere Arbeit und die Situation vor Ort gewinnen konntet. Besonders wichtig ist uns, dass ihr anhand der Berichte sehen könnt, dass die Spendengelder genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden – in den Dörfern, bei den Schulen, bei den Kindern.
Lasst uns gemeinsam weitermachen! Herzlichen Dank für eure Unterstützung!
Es grüßt herzlichst
Claudia Blech und der Rest der Reisegruppe
Spenden bitte überweisen an:
Solidaritätskreis Westafrika e.V. auf das Konto Kreissparkasse Vulkaneifel
IBAN DE77 5865 1240 0002 0101 71
BIC: MALADE51DAU
Spendenquittungen werden unaufgefordert zugesandt (Bitte Adresse im Verwendungszweck angeben)














