Das neue Jahr startet direkt mit einem großen Abenteuer: Wir sind wieder unterwegs nach Burkina Faso. In den nächsten beiden Wochen möchten wir 19 Schulen einweihen, möglichst viele alte Projekte besuchen, Gespräche zu Anträgen führen und das Mädcheninternat im Foyer Monique besuchen.
In diesem Jahr reisen wir mit sieben Personen. Michael pausiert, und Charly hat entschieden, dass er nach drei Jahren Verabschiedung in Burkina in diesem Jahr wirklich nicht mehr mitfahren möchte. So liegt die Hauptverantwortung in diesem Jahr bei mir – eine Rolle, die ich nicht unbedingt gerne habe, aber hoffentlich gestemmt bekomme.
Edmund ist schon häufig mit dem Solidaritätskreis in Burkina gewesen, und Nadija hat ebenfalls Afrika-Erfahrung. Unser Sohn Noah erlebt dieses Abenteuer zum ersten Mal, und ich bin gespannt, wie das Land und die Menschen aus der Perspektive eines 16-Jährigen gesehen werden. Christina, Michaels Frau, nutzt die Möglichkeit, Burkina Faso live zu erleben – ein Land, mit dem sie sich bisher vor allem durch die Buchhaltung für den Verein und durch Erzählungen intensiv beschäftigt hat. Außerdem begleiten uns Lukas und Klaus – beide ebenfalls zum ersten Mal in Burkina Faso.
Wir starten um 5:30 Uhr in Hillesheim – pünktlich hat es in der Nacht zum ersten Mal geschneit. Die Fahrt zum Flughafen und das Einchecken verlaufen problemlos, sodass wir entspannt warten können, bis der Flug losgeht.
Nach einem guten Flug erwartet uns Ouagadougou mit 37 Grad. Nach einigen Passkontrollen hängen wir mal wieder beim Zoll fest. Wir haben etliche Brillengläser für eine Optikerstation dabei, und diese werden beanstandet. Ich schaffe es nicht, den Zollbeamten zu überzeugen, dass es sich um eine Spende für sein Land handelt. Drei Koffer behält der Zoll und transportiert sie zum Hauptflughafen-Zoll, wo der Vorgesetzte entscheiden soll, wie viel Zoll wir zahlen müssen.
Die Gruppe fährt schon einmal zu Anselm nach Hause, und Anselm und ich fahren zum Zoll. Zuerst heißt es, es werde nicht mehr gearbeitet und wir sollen morgen wiederkommen, doch dann entscheidet der Chef, dass wir doch noch kontrolliert werden können. Ich packe alle Geschenke aus, erkläre viel, und Anselm berichtet über unseren Verein. Dann warten wir – und bekommen schließlich die erfreuliche Nachricht, dass wir ohne Zahlung weiterfahren dürfen. Erleichtert fahren wir ebenfalls zu Anselm.
Nun können wir entspannt den ersten Abend ausklingen lassen, bevor wir uns in unsere Moskitodome auf der Terrasse zurückziehen

