13.01.2026 von Nadija

Es hatte sich schon angedeutet, beim Aufstehen war dann klar: mindestens 3 von uns haben sich irgendwie erkältet.

Mit Halstüchern, Lutschpastillen und Halsspray bewaffnet machen wir uns trotzdem alle um 7:30 auf den Weg nach Kimi zur Einweihung.

Bei Kilometer 98 auf der N27 Richtung Diébougou plötzlich Stopp: am Pickup 1 haben wir vorne links einen Platten. Also alle Mann aussteigen, bis das Reserverad montiert ist.

Und wie wir feststellen, war das auch der bessere Moment für einen Platten. Denn kurz darauf biegen wir wieder auf eine Buckelpiste ab.

In Kimi sehen wir zum ersten Mal die traditionellen Jäger, mit ihren mit Messern und Totems voll behängten Gürteln. Eine Gruppe Frauen zeigt uns ihren ihren traditionellen Tanz.

Auf der Weiterfahrt trennen wir uns: Pickup 2 wird zum „Krankenwagen“, weil wir uns lieber etwas in der Mission auszuruhen. Und für die lange Fahrt nach Ouagadougou morgen fit sind.

Von Claudia: Einweihung der neuen Grundschule in Kiri

Wir sind zu früh angekommen. Doch der Ort selbst machte sofort Eindruck: Eine großzügige Fläche, die von einer Privatperson zur Verfügung gestellt wurde, voller Leben und Zukunft. Sechs Klassen wird diese Schule beherbergen, und alle sind bereits jetzt vollständig belegt. Allein in der ersten Klasse beginnen unglaubliche 115 Schulkinder ihren neuen Lebensabschnitt – ein Zeichen dafür, wie dringend diese Schule gebraucht wird.

Überall spürt man Aufbruch und Engagement. Die Kinder haben mit sichtbarem Stolz junge Bäume gepflanzt, kleine Zeichen der Hoffnung, die mit ihnen wachsen werden. Gleich nebenan hat die Nachbarschule einen großen Gemüsegarten angelegt – ein grünes Klassenzimmer, das Lernen und Natur auf wunderbare Weise verbindet.

Da wir so früh dran sind, übernimmt Lukas spontan die Animation für rund 200 Kinder. Eine halbe Stunde lang lachen, staunen und jubeln sie – Lukas gibt alles. Die Kinder hängen an seinen Lippen, amüsieren sich köstlich, bis Lukas schließlich völlig erschöpft, aber glücklich ist.

Dann beginnen die offiziellen Reden. Sie sind wichtig, aber nach der lebendigen Energie der Kinder wirken sie doch etwas langatmig. Anschließend besichtigen wir das neue Schulgebäude: helle Räume, viel Platz, eine Atmosphäre, in der Lernen Freude machen kann.

Zum Abschluss essen wir noch schnell einen Salat – ein kleiner Moment der Ruhe –, denn der Tag ist noch nicht vorbei. Wir sind bereits zum nächsten Essen verabredet. Zurück bleibt das Gefühl, Teil von etwas Bedeutendem gewesen zu sein: einem Ort, an dem Zukunft beginnt.