Rundbrief Solidaritätskreis Westafrika e.V.

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.,

Seit unserem letzten Rundbrief am 5. März 2021 sind wieder fast 5 Monate vergangen. In Burkina Faso fand im Schuljahr 2020/2021 normaler Präsenzunterricht statt. Da 50 % der Bevölkerung unter 16 Jahre alt sind, man sich meist im Freien aufhält und es sehr heiß ist, hielten sich die Corona-Einschränkungen in Grenzen. Bei unseren Schulbauten gab es keinerlei Verzögerungen. Wir stellen circa alle 2 Wochen eine neue Schule fertig und ermöglichen dadurch ca. 200 weiteren Schülern einen ordnungsgemäßen Unterricht. Von den 18 in unserem Schulbauprogramm 2020-2022 geplanten Schulen wurde lediglich an 3 Orten (Kamba, Farba und Lébéré) noch nicht mit dem Bau begonnen.

Wir haben uns entgegen unseren bisherigen Grundsätzen entschlossen, nicht nur in ländlichen Gebieten Schulen zu bauen, sondern zusätzlich auch in Bobo Dioulasso, der zweitgrößten Stadt von Burkina Faso. Dort werden in Grundschulklassen statt 50 Kinder oft 150 Kinder unterrichtet, ein absolut unmöglicher Zustand ! Die Eltern können die Baumaterialien nicht selbst besorgen, denn in dieser Großstadt kann man wegen der Entfernungen nicht einfach selbst Sand und Kies herbeischaffen. Die Eltern sind auch nicht in der Lage, Sand und Kies zu kaufen, denn sie sind sehr arm. Die reichen Eltern schicken ihre Kinder alle auf Privatschulen. Die Mehrkosten für das Beschaffen der Baumaterialien trägt unser Verein aus eigenen Spenden.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat uns für unser neues Schulbildungs- und Schulbauprogramm 2021-2023 einen weiteren Zuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro bewilligt. Dafür sind wir sehr dankbar, zumal nunmehr unsere Projekte mit 90 % (bisher 75 %) bezuschusst werden. Mit diesem Programm wollen wir 31 vierklassige Collèges (unsere Klassenstufen 7-10) und 4 dreiklassige Grundschulen (unsere Klassenstufen 1-6) neu errichten und damit für ca. 8.500 Collègeschüler und 540 Grundschulkinder ordnungsgemäße neue Klassenräume schaffen. Die Einzelheiten ersehen Sie aus der beigefügten Kalkulation BMZ-Programm 2021-2023. Außerdem wollen wir weiterhin in 3 Gruppen Aufklärungsunterricht an den von uns gebauten Collèges in den Regionen Boucle de Mouhoun, Hauts Bassins und Cascades durchführen. In Burkina Faso bekommt jede Frau durchschnittlich 5,5 Kinder, sodass sich die Bevölkerung in diesem Sahelland innerhalb von 20 Jahren verdoppeln wird, kaum mehr ernährt werden kann und in der Flucht nach Europa eine Überlebenschance sieht. In der Region Hauts Bassins werden die Schüler zusätzlich in den Bereichen Hygiene und Sanitärversorgung sowie Baumpflanzungen unterrichtet und die Elternvertretungen für ihre zahlreichen Aufgaben, insbesondere die Anstellung und Bezahlung von Zusatzlehrern, weitergebildet. Wir haben in den letzten Wochen neue Angebote eingeholt und mussten feststellen, dass sich in Burkina – wie in Europa – die Baupreise um 10 % verteuert haben. Diese Preissteigerung können wir aber aus eigenen Spendenmitteln selbst aufbringen und brauchen keine Nachfinanzierung beim BMZ beantragen. Wir können darüber hinaus aus Eigenmitteln weitere Brunnen bohren und weitere Schulbauten finanzieren, falls die Bevölkerung die erforderlichen Eigenleistungen erbringt. Dazu haben wir ein zusätzliches Programm mit dem Titel ASAO 2021-2023 aufgesetzt, welches 9 Collèges, 3 Grundschulen und 6 Brunnen umfasst. Details zu diesem Zusatzprogramm finden Sie in der Analge Kalkulation ASAO Zusatzprogramm 2021-2023. Unsere Verwaltungskosten betragen nur ca. 1,2 % unserer Investitionskosten in Burkina Faso, und sie werden aus dem pauschalen Verwaltungskostenzuschuss des BMZ und nicht aus Spendenmitteln bezahlt. Wir danken Ihnen für Ihre bisherige sehr großzügige Unterstützung. Im Jahr 2020 haben uns unsere 666 Spender 388.600 Euro anvertraut.

Wir haben das Mädcheninternat Foyer Sainte Monique in Banfora auch dieses Schuljahr wieder unterstützt und finanziert. Alle Mädchen hatten einen Brief an ihre Paten geschrieben und von ihrer Lage berichtet. Diese Briefe wurden per Einschreiben in einem großen Umschlag nach Deutschland geschickt, aber sind leider nicht in Hillesheim angekommen. Ein Nachforschungsauftrag in Burkina Faso und bei der Deutschen Bundespost brachte keinen Erfolg. Es tut uns aufrichtig leid, dass die zahlreichen Paten dieses Jahr keine Post von ihren Patenkindern erhielten und wir hoffen, dass sie dennoch die Patenschaften weiter aufrechterhalten.

Es gab weitere 9 Personen, die eine Patenschaft übernehmen wollten. HIer warten wir noch auf Rückmeldung der Ordensschwestern, welche 9 Kinder auf eine zusätzliche Unterstützung angewiesen sind. Im Schuljahr 2020/2021 hat wegen der Corona-Pandemie keine deutsche Freiwillige im Foyer gearbeitet und auch im neuen Schuljahr 2021/2022 wird dort keine Freiwillige sein. Dies finden wir sehr schade, denn die Mädchen können weniger unterstützt werden und wir erhalten weniger Informationen. Wir haben daher vorgeschlagen, im neuen Schuljahr eine junge burkinische Frau einzustellen, die sich intensiv um die Mädchen kümmert, ihnen abends bei den Hausaufgaben hilft, für Gespräche bereit steht, Einkäufe erledigt, Computerunterricht erteilt und – während des Schulunterrichts der Mädchen – die Buchhaltung für das Foyer und den Aufklärungsunterricht erledigt und uns regelmäßig informiert. Vielleicht könnte sie auch mit den Frauen, die den Aufklärungsunterricht erteilen, im Gästehaus des Foyers leben, das wir für viel Geld renoviert haben. Es muss sich aber um eine engagierte, kompetente Frau handeln, z.B. um eine arbeitslose Lehrerin, die früher selbst im Foyer war. Aus einer privaten Sonderspende haben wir nunmehr 3.500 Euro an das Foyer überwiesen, damit die marode elektrische Anlage instandgesetzt werden kann und es nicht ständig zu Stromausfällen kommt.

Nina Paré, die 1 1/2 Jahre als Reverse-Freiwillige im Kindergarten Stadtkyll gearbeitet hat, fliegt am Donnerstag nach Burkina Faso zurück. Sie wird dort an einer beruflichen Schule eine Ausbildung in Landwirtschaft machen. Ihr Aufenthalt hier in Deutschland war wegen den Corona-Einschränkungen recht schwierig. Wir suchen noch eine Familie, die bereit ist, für 18 Monate ab März eine neue Freiwillige aus Burkina Faso aufzunehmen.

Wegen Corona mussten wir unsere Mitgliederversammlung auf Freitag, den 1. Oktober 2021, verschieben. Sie soll um 19 Uhr in Pfarrheim der katholischen Kirche in Hillesheim stattfinden und der 1. Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende und der Kassenprüfer müssen neu gewählt werden. Ich bitte den Termin vorzumerken – die Einladung mit der Tagesordnung wird rechtzeitig erfolgen. Wir beabsichtigen, vom 9. bis 25.10.2021 nach Burkina zu fliegen, zahlreiche Schulen einzuweihen und Gespräche zu führen. Wir werden auch wieder 3 Nächte im Foyer verbringen.

Wir selbst leben in der Eifel, die von sehr heftigen Regenfällen heimgesucht wurde. Wir persönlich haben aber keine Schäden erlitten, jedoch wurden Sachen, die mit einem Container nach Burkina verschifft werden sollten, von den Wassermassen mitgerissen und zerstört. Insbesondere medizinische Geräte und Medizin gingen unwiederbringlich verloren.

Es grüßt herzlich

Michael Simonis

  1. Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.

Antoniusweg 7 in 54576 Hillesheim.

p.s. Die beigefügte Anlage und Neuigkeiten können Sie auch auf unserer Homepage solidaritaetskreis.de lesen. Wenn Sie unsere Rundmails nicht mehr

Liebe Freunde des Solidaritätskreises,

Liebe Freunde des Solidaritätskreises,

in unserem Jahresbericht 2020 hatten wir zu unserer Mitgliederversammlung am Freitag, den 19. März, um 19 Uhr und zu einem anschließenden Informationsabend ins Hillesheimer Pfarrheim eingeladen. Wegen der Corona-Lage können diese Veranstaltungen leider nicht stattfinden. Daher verschieben wir die Mitgliederversammlung auf Freitag, den 1. Oktober 2021. Bei dieser Versammlung soll der Vorsitzende des Vereins, der stellvertretende Vorsitzende und der Kassenprüfer für 3 Jahre neu gewählt werden. Zwar läuft die Amtszeit des derzeitigen Vorstandes am 23. März 2021 aus, aber gemäß § 6 unserer Satzung führt der derzeitige Vorstand des Vereins die Geschäfte bis zur Neuwahl weiter.

Trotz Corona können wir auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. In Burkina Faso waren zwar auch die Schulen zeitweise geschlossen, aber es fanden alle Abschlussprüfungen statt und seit Mitte September 2020 ist wieder normaler Schulunterricht. Auch bei unseren Schulbauten gab es keine Verzögerungen. In der Zeit vom 01.12.2019 bis zum 30.11.2020 wurde mit dem Bau von 26 neuen Schulen begonnen. Alle 42 Schulen im Schulbauprogramm 2019-2021 sind nahezu fertiggestellt und von den 13 geplanten Brunnenbohrungen muss lediglich noch eine durchgeführt werden. Von den im Schulbauprogramm 2020-2022 geplanten 18 Schulen waren Ende Januar bereits 4 Schulen im Bau. Auch der Aufklärungsunterricht durch AMPO bzw. das Foyer Sainte Monique in Banfora läuft planmäßig und das Start-up-Programm in der Umgebung von Bobo Dioulasso hat gut begonnen.

Leider haben wir noch keinen einzigen Brief der Patenkinder des Foyers für ihre Paten bekommen. Dies liegt vielleicht auch daran, dass dieses Jahr keine deutsche Freiwillige im Mädcheninternat mitarbeitet. Wir bitten die Paten weiterhin um Geduld.

Im Jahr 2020 haben uns unsere 666 Spender über 388.600 Euro anvertraut (vgl. Anlage), wovon 24.370 Euro für das Foyer Sainte Monique bestimmt sind. Vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erhielten wir einen Betrag von 496.000 Euro. Wir haben im Jahr 2020 997.241,17 Euro in Burkina Faso investiert. Unsere Verwaltungskosten in Deutschland betrugen im Jahr 2020  12.606,06 Euro, also nur etwas mehr als 1 % unserer Investitionssumme in Burkina Faso, und sie wurden aus dem pauschalen Verwaltungskostenzuschuss des BMZ bezahlt.

Die Einzelheiten können Sie am besten aus den beigefügten Anlagen (Spendeneinnahmen seit 2010 und Verwaltungskosten 2020) ersehen.

Wegen der Reisebeschränkungen konnten wir im Januar nicht nach Burkina Faso fliegen, sondern wollen unsere Rundreise im Oktober nachholen. Sie können sich selbst von diesem Rundmail am Ende dieses Textes oder auf unserer Internetseite in der obersten Zeile rechts abmelden.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Simonis

  1. Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.,
    Antoniusweg 7 in 54576 Hillesheim

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika,

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika,

in Kürze werden wir unseren Jahresbericht 2020 und den Kalender 2021 per Post verschicken. Hier könnt ihr schon jetzt vorab digital reinschnuppern. Wer nicht auf unserer Adressliste steht und Interesse an einer postalischen Übersendung hat, darf sich per Mail gerne bei uns melden.

Zwischenzeitlich haben wir vom BMZ den endgültigen Bescheid über den Zuschuss von 600.000 Euro für unser neues Schulbauprogramm 2020-2022 erhalten. In diesem Programm wollen wir 11 Collèges und 7 Grundschulen bauen und 8 Brunnen bohren. Außerdem wollen wir den Aufklärungsunterricht an den von uns gebauten Collèges durch Ppfilles/AMPO weiterführen und auch den Aufklärungsunterricht in der Umgebung von Banfora durch das Foyer Sainte Monique ausweiten. Wir  haben einen weiteren Allrad bei BEGECA, der kirchlichen Beschaffungsstelle in Aachen, gekauft und eine neu gebildete Gruppe soll zusätzlich an den von uns bereits gebauten Schulen in der Umgebung von Bobo Dioulasso Kurse über die Bedeutung von Baumpflanzungen und Wasserbewirtschaftung in der Sahelzone abhalten und über Hygiene aufklären und die Elternvertretungen für ihre zahlreichen Aufgaben ausbilden. Sie soll auch, soweit erforderlich, innerhalb der Zäune mit den Schülern zusammen zahlreiche Bäume pflanzen und gegebenenfalls mit den Eltern defekte Schulbänke vor Ort sofort reparieren und das nicht nur während der Schulzeit, sondern auch in den in Burkina sehr lange dauernden Ferien. Auch für ein weiteres Schulbauprogramm 2021-2023 wurden wir mit 750.000 Euro A-priorisiert, sodass wir gute Aussichten haben, einen entsprechenden Zuschuss zu erhalten.

Auch in Burkina Faso waren wegen der Corona-Pandemie die Schulen zeitweise geschlossen und es gab wieder zahlreiche Terroranschläge, vor allem im Norden des Landes an der Grenze zu Mali. Dennoch konnten wir unsere Projekte ohne zeitliche Verzögerung realisieren. Wir stellen zur Zeit alle 12 Tage ein Schulgebäude fertig und sorgen dafür, dass rund weitere 250 Kinder neue Schulplätze erhalten. Von den 42 Schulen, die wir im derzeit laufenden Schulbauprogramm 2020-2022 bauen, waren Ende September bereits 30 Schulgebäude fertiggestellt und werden benutzt, 7 Schulgebäude sind derzeit im Bau und an 5 Orten konnte noch nicht mit dem Bau begonnen werden.

Wegen der Corona-Pandemie können wir leider im Januar 2021 nicht nach Burkina reisen, sondern wollen die Rundreise im Herbst nachholen.

Es grüßt herzlich

Michael Simonis

Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.
Antoniusweg 7 in 54576 Hillesheim

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika

seit unserem letzten Rundbrief vom 1. März 2020 ist ein halbes Jahr vergangen. Wegen der Corona-Pandemie mussten wir die für den 27. März angekündigte Mitgliederversammlung absagen. Jana Gratz kehrte vorzeitig aus Burkina Faso zurück und es ist noch nicht sicher, ob Anna Gachet aus Konz ein Freiwilligenjahr im Foyer Sainte Monique ableisten kann. Nina Paré ist als Reverse-Freiwillige nach Deutschland gekommen, arbeitet im Kindergarten Stadtkyll und wohnt bei der Familie Linden.

In Burkina Faso waren die Schulen zeitweise wegen Corona geschlossen worden, aber die Abschlussprüfungen fanden statt. Die Situation in Burkina Faso hat sich weiter verschlechtert. Es gab weitere Terrorüberfälle und fast 1 Million Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht. Es wird befürchtet, dass es zu einer Hungersnot kommt.

Trotz dieser Umstände konnten wir am 30. April unser Schulbauprogramm 2017-2019 abschließen und unser Schulbauprogramm 2019-2021 ohne Verzögerungen weiterführen. Für dieses Programm haben wir vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro erhalten und wollen zusammen mit unseren Spendengeldern 31 neue Collèges (Realschulen, unsere Klassenstufen 7-10) und 11 neue Grundschulen (Klassenstufen 1-6) bauen und 14 Brunnen bohren.  Am 1. August waren bereits 35 Schulen fertig gestellt bzw. im Bau und nur bei 7 Schulen war mit dem Bau noch nicht begonnen worden, weil die Bevölkerung noch nicht den erforderlichen Kies und Sand gesammelt und zur Baustelle transportiert hatte. Es kam also zu keinen Verzögerungen!

Wir haben beim BMZ den Antrag gestellt, unser neues Schulbauprogramm 2020-2022 mit 600.000 Euro zu bezuschussen. In diesem Programm wollen wir 11 Collèges und 7 Grundschulen bauen und 8 Brunnen bohren. Außerdem wollen wir den Aufklärungsunterricht an den von uns gebauten Collèges durch Ppfilles/AMPO weiterführen und auch den Aufklärungsunterricht in der Umgebung von Banfora durch das Foyer Sainte Monique ausweiten. Ferner wollen wir einen weiteren Allrad bei BEGECA, der kirchlichen Beschaffungsstelle in Aachen, kaufen und eine neu gebildete Gruppe soll zusätzlich an den von uns bereits gebauten Schulen Kurse über die Bedeutung von Baumpflanzungen und Wasserbewirtschaftung in der Sahelzone abhalten und über Hygiene aufklären und die Elternvertretungen für ihre zahlreichen Aufgaben ausbilden. Sie soll auch, soweit erforderlich, innerhalb der Zäune mit den Schülern zusammen zahlreiche Bäume pflanzen und gegebenenfalls mit den Eltern defekte Schulbänke vor Ort sofort reparieren. Die Einzelheiten können Sie aus der Anlage „Kalkulation 2020-2022“ entnehmen. Da uns das BMZ erlaubte, unsere Eigenmittel bereits jetzt einzusetzen und mit den Bauten zu beginnen, haben wir die 18 Orte aufgefordert, Sand, Kies und Steine zu sammeln und zu den Baustellen zu transportieren.

Jede Frau in Burkina bekommt zur Zeit noch durchschnittlich 5,7 Kinder, sodass sich die Bevölkerung binnen 20 Jahren von 20 auf 40 Millionen Einwohner verdoppeln würde. Bei einer solchen Bevölkerungsexplosion ist eine Entwicklung und Ernährung kaum möglich.

Die Zusammenarbeit mit dem Mädcheninternat Foyer Sainte Monique in Banfora verlief im Schuljahr 2019/2020 reibungslos. Dem Foyer wurden aus Sonderspenden 28.479 Euro zur Verfügung gestellt, wovon 11.789 Euro für das Schulgeld bzw. Studium von 58 Mädchen verwandt wurden, 9.212 Euro für Lebensmittel und 7.478 Euro für Reparaturen, vor allem beim Gästehauses. Für Computer- Nachhilfe und Aufklärungsunterricht wurden von den deutschen Freiwilligen weitere 3.400 Euro ausgegeben und für das Studium von Raissa Sanou in Ghana haben wir weitere 2.616 Euro aufgewendet.

Es grüßt herzlich

Michael Simonis

 

  1. Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.
    Martinstraße 6 in 54576 Hillesheim

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.,

die Ausbreitung des Corona-Virus verändert unseren beruflichen und privaten Alltag immer mehr – die Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens nehmen täglich zu. Auch wir sind uns der Verantwortung bewusst, und sagen daher die für den  27. März anberaumte Mitgliederversammlung sowie den Informationsabend ab.

Wir werden Sie wie gewohnt informieren, sobald ein neuer Termin gefunden ist.

Bleiben Sie gesund!
 
Es grüßt herzlich
Michael Simonis
 
1. Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.
Martinstraße 6 in 54576 Hillesheim

Rundbrief des Solidaritätskreises

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.,

wir möchten Sie ganz herzlich am Freitagabend, den 27. März, um 20 Uhr zu unserem Informationsabend in das Pfarrheim Hillesheim (neben der Kirche) einladen. Wir berichten über unsere Rundreise im Januar durch Burkina Faso.

Wir haben dort mit 2 Delegationen 32 Collèges (Klassenstufen 7-10) und 3 Grundschulen besucht und meist auch eingeweiht. Wir zeigen Fotos von diesen Einweihungen und von den von uns realisierten Schulbauten und berichten auch von den Schwierigkeiten, mit denen wir zu kämpfen hatten. Wer sich mehr für die Arbeit des Vereins interessiert, ist bei der Mitgliederversammlung um 19Uhr herzlich willkommen. Fotos der Rundreise findet man unter diesem Link.

Anna Gachet aus Konz wird sich vorstellen, denn sie wird im August Jana Gratz im Mädcheninternat Foyer Sainte Monique in Banfora ablösen und dort ein Freiwilligenjahr verbringen. Auch Nina Paré wird anwesend sein. Sie ist als Reverse-Freiwillige nach Deutschland gekommen, hat an einem Intensiv-Deutschkurs in Trier teilgenommen und wird ein Jahr im Kindergarten Stadtkyll arbeiten und dort bei Familie Linden wohnen.

Den 2. Rundbrief von Jana Gratz von Jana Gratz finden Sie in der Anlage. Sie berichtet sehr anschaulich von ihrem Leben im Foyer, vom Weihnachtsfest in Burkina und ihrem Zwischenseminar in Ghana.

Es grüßt herzlich

Michael Simonis

  1. Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.

Mitglieder unseres Vereins waren vom 4. bis 18. Januar nach Burkina Faso gereist und haben in 2 Delegationen 32 Collèges (Klassenstufen 7-10) und 3 Grundschulen besucht und meist auch eingeweiht. Alle sind gesund und zufrieden zurückgekehrt. Die Reiseroute wurde aus Sicherheitsgründen geheim gehalten, denn leider gab es im vergangenen Jahr wieder viele Anschläge. Wir haben uns meist sehr kurzfristig per Handy bei den Direktoren der Schulen angemeldet und erst vor Ort entschieden, wo wir übernachten würden. Es gab kaum große Einweihungsfeiern mit Presse und Fernsehen. Allerdings war bei einer Einweihungsfeier der Bildungsminister von Burkina Faso anwesend bzw. eine Vertreterin der deutschen Botschaft. Den deutschen Botschafter Ingo Herbert hat Götz Krieger im Waisenheim AMPO getroffen. Ich habe wieder die Rundreise meiner Delegation in einem Tagebuch festgehalten, das ich als Anlage beifügen. So können Sie miterleben, wie eine solche Rundreise in einem der ärmsten Länder der Erde organisiert wird und abläuft. Wir errichten um jede Schule einen Zaun von 60 m x 40 m. Wir waren oft darüber enttäuscht, dass keine Bäume gepflanzt worden waren und man die Schulbänke nicht repariert hatte. Viele Direktoren und Lehrer scheinen zumindest auf diesem Gebiet unmotiviert zu sein. Auch werden wir oft von den Schulbehörden nicht ausreichend und rechtzeitig informiert.

Beide Delegationen waren auch 2 Tage im Mädcheninternat Foyer Sainte Monique in Banfora. Ich habe mit Soeur Véronique und Soeur Pélagie das Schuljahr 2019/2020 abgerechnet und über Investitionen diskutiert. In diesem Schuljahr hat noch kein Aufklärungsunterricht in der Umgebung von Banfora stattgefunden, worüber wir sehr enttäuscht sind. Wir werden ihn neu organisieren müssen, denn die Schwestern und die deutsche Freiwillige scheinen damit überfordert zu sein. Ich habe von allen Mädchen, die deutsche Paten haben, Fotos gemacht und mir ihr Alter und ihre Schule notiert. 38 Mädchen haben einen Brief an ihre Paten geschrieben, die wir in Kürze mit einem Foto verschicken werden. Jana Gratz arbeitet seit August als Freiwillige im Internat und ist gerne bereit, Briefe an die Mädchen zu übersetzen. Sie ist per Mail über jana-gratz@t-online.de oder per Whatsapp +49 1577 3906470 zu erreichen.

Nina Arnoty Paré wird am 1. Februar als Reverse-Freiwillige nach Deutschland kommen und auch in der Familie von Christian Linden in Stadtkyll wohnen. Sie wird im Februar an einem Intensiv-Deutschkurs in Trier teilnehmen und danach im Kindergarten Stadtkyll arbeiten. Wir danken der Deutschen Botschaft in Ouagadougou für die problemlose Ausstellung ihres Visums.

Die beigefügten Anlagen und Neuigkeiten können Sie auch auf unserer Homepage solidaritaetskreis.de lesen. Wenn Sie unsere Rundmails nicht mehr erhalten wollten, bitten wir dem Link „Newsletter abbestellen“ ganz am Ende zu folgen.

Es grüßt herzlich

Michael Simonis

1. Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.,
 
wir möchten uns ganz herzlich für Ihre großzügige Unterstützung im Jahr 2019 bedanken und Ihnen alles Gute, vor allem Glück und Gesundheit im neuen Jahr wünschen. Wir haben bereits den Jahresabschluss gebucht. Gemäß unserer Einnahme-Überschuss-Rechnung, haben uns unsere ca. 500 Spender 2019 über 342.000 Euro anvertraut, wovon 31.000 Euro für das Foyer Sainte Monique bestimmt sind. Vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erhielten wir einen Betrag von 853.224,71 Euro. Wir bemühen uns, die Spendenquittungen zeitnah zu versenden, aber manchmal fehlen uns die Postadressen. Die Spendenquittungen unserer Dauerspender versenden wir im Februar. Wir haben im Jahr 2019 einen Betrag von 1.094.254 Euro nach Burkina Faso überwiesen und ca. 31 Schulen fertiggestellt. Dies bedeutet, dass wir alle 12 Tage ein Collège oder eine Grundschule errichten. Unsere Verwaltungskosten in Deutschland betrugen im Jahr 2019  13.259 Euro, also nur etwas mehr als 1 % unserer Investitionssumme, und sie wurden aus dem pauschalen Verwaltungskostenzuschuss des BMZ bezahlt.
 
Jetzt im Januar fliegen wieder Mitglieder unseres Vereins nach Burkina Faso und sie werden in 2 Delegationen 32 Collèges (Klassenstufen 7-10) und 3 Grundschulen besuchen und meist auch einweihen. Die Reiseroute wird aus Sicherheitsgründen geheim gehalten, denn leider gab es im vergangenen Jahr wieder viele Anschläge. Ende Januar werden wir durch ein Rundmail über den Verlauf dieser Rundreise berichten.
 
Jana Gratz arbeitet seit August als Freiwillige im Mädcheninternat Foyer Sainte Monique in Banfora. Ihren 1. Rundbrief fügen wir als Anlage bei. Sie würde sich über Rückmeldungen per Mail jana-gratz@t-online.de oder per Whatsapp +49 1577 3906470 freuen. Soeur Véronique, die das Mädcheninternat leitet, bedankt sich in den beigefügten Neujahrsgrüßen bei allen Unterstützern.
 
Die beigefügten Anlagen und Neuigkeiten können Sie auch auf unserer Homepage solidaritaetskreis.de  lesen. Wenn Sie unsere Rundmails nicht mehr erhalten wollten, bitten wir um eine kurze Mitteilung.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Michael Simonis
 
1. Vorsitzender des Solidaritätskreises Westafrika e.V.,   Martinstraße 6 in 54576 Hillesheim

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.,

in Kürze werden wir unseren Jahresbericht 2019 und den Kalender 2020 per Post verschicken. Hier könnt ihr schon jetzt vorab digital reinschnuppern. Wer Intersse an einer postalischen Übersendung hat, darf sich per Mail bei uns melden. Aufgrund einer schweren Operation, die zum Glück gut verlaufen ist, fällt mein Vater leider nun einige Zeit aus, so dass in diesem Jahr leider seine persönlichen Worte im Anschreiben fehlen werden. Auch unsere geplante Rundreise im Januar 2020 wird ohne Charly stattfinden.

Im Rahmen der jährlichen Voranmeldung wurde zwar der Zuschussbetrag für das angekündigtes Schulbauprogramm 2020-2022 vom BMZ von 1.200.000 Millionen Euro auf 600.000 Euro halbiert, jedoch sind wir mit diesem Betrag wieder „A-priorisiert“, und haben somit ganz gute Chancen einen weiteren Zuschuss des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu bekommen. Dies war nicht selbstverständlich, denn ob unsere Bemühungen zur Stärkung des Capacity Developments bzw. der institutionellen Stärkung der lokalen Träger dem BMZ ausreicht, war nicht klar. Wir haben zwar auch im Rahmen der Schulbauten die lokalen Träger gestärkt, jedoch sind dem aufgrund der vielen unterschiedlichen Orte auch Grenzen gesetzt, insbesondere bei der BMZ-Vorgabe auch auf die politischen Strukturen vor Ort einzuwirken. Zudem haben wir über den reinen Aufbau sozialer Infrastruktur (z.B. Schulbauten), auch die Ausweitung des Aufklärungsunterrichtes an von uns finanzierten Schulen in Zusammenarbeit mit PPFILLES/ AMPO vorangetrieben. Auch diese Capacity Development-Maßnahme soll zu einer verbesserten Nachhaltigkeit unserer Projekte beitragen.

Es grüßt herzlich

Michael Simonis

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika,

unsere Schulbauten in Burkina Faso machen gute Fortschritte. Von den 36 geplanten Schulbauten im Programm 2017-2019 wurde lediglich in Popioho noch nicht mit dem Bau begonnen. Von den 42 geplanten Schulbauten im Programm 2019-2021 sind bereits 5 Schulen im Bau. Wir haben vom Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) einen neuen Zuschuss von 1,2 Millionen Euro erhalten und davon u.a. einen weiteren Allrad gekauft, mit dem Ppfilles/AMPO (eine Einrichtung, die Katrin Rhode in Ouagadougou gegründet hat) Aufklärungsunterricht an von uns gebauten Collèges in weiteren Regionen durchführen wird. Wir sind der Auffassung, dass ohne Geburtenregelung eine Entwicklung des Landes nicht möglich ist. Daher wirken wir darauf hin, dass möglichst viele Mädchen an unseren Collèges unterrichtet werden.

Ohne Zuschüsse des BMZ haben wir zusätzlich Collèges in Dingasso und Sao gebaut und die Grundschule von Pindia I um 3 Klassenräume erweitert. Den genauen Bautenstand unserer Schulbauprojekte ersehen Sie aus der beigefügten Anlage, in der die noch offenstehen Beträge eingetragen sind.

Wir haben bei BENGO für ein neues Schulbauprogramm 2020-2022 einen Bedarf von 1,2 Millionen Euro vorangemeldet und hoffen, dass unsere Projekte wieder „A-priorisiert“ werden, obwohl wir z.T. unterschiedlicher Meinung sind. Das BMZ  geht davon aus, dass deutsche Vereine im Wesentlichen nur mit einer Partnerorganisation (Städtepartnerschaften)  zusammenarbeiten und die Gelder an diese überweist und mit ihr zahlreiche Projekte in der betreffenden Gegend durchführt. Wir wollen jedoch nach unseren Grundsätzen kein Gebiet in ein Paradies verwandeln, das von den benachbarten Orten beneidet wird, sondern wir realisieren unsere Projekte in allen ländlichen Regionen von Burkina Faso, vor allem in Grenznähe, wo kaum Vereine tätig sind und die Bevölkerung kaum staatliche Unterstützung bekommt. Wir können nicht unsere Geldmittel an über 40 verschiedene Dorfvereine weiterüberweisen und hoffen, dass die Orte die Schulbauten in Eigenregie durchführen und die von uns zur Verfügung gestellten Gelder zu diesem Zweck auch tatsächlich ausgeben.

Judith Steinmetz (juSty1999@web.de), die 1 Jahr im Foyer Sainte Monique in Banfora gearbeitet hat, wird in Kürze nach Deutschland zurückkehren. Wir danken ihr für Ihr Engagement und wünschen ihr im Studium guten Erfolg. Ihren 3. Rundbrief haben wir als Anlage beigefügt. Sie berichtet darin über den Aufklärungsunterricht an den Schulen und ihr Leben mit den Mädchen im Foyer. Sie wird von Jana Gratz (jana-gratz@t-online.de) abgelöst. Wir wünschen Jana einen guten Aufenthalt in Burkina Faso und freuen uns über ihre Berichte.

Die Ordensschwestern Véronique und Celine werden vom 28. August bis 15.September nach Deutschland kommen. Am 8. September feiern wir ab 14 Uhr mit ihnen zusammen das 10-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen SoFia (Entsendungsverein des Bistums Trier) und dem Foyer Sainte Monique. Das Einladungsschreiben von Jana Heck finden Sie in der Anlage. Pateneltern, die sich mit Véronique treffen wollen, können sich gerne an Götz Krieger (goetz.krieger@gmx.de) wenden.

Wenn sich die Lage in Burkina Faso nicht weiter verschlechtert, wollen wir vom 4. – 19. Januar 2020 wieder eine Rundreise machen und zahlreiche Schulen einweihen und auch das Foyer Sainte Monique besuchen. Den neuen Newsletter der Deutsch-Burkinischen Freundschaftsgesellschaft finden Sie unter http://www.dbfg.de/NL_126.pdf

Am 4. September um 19 Uhr zeigt das Kino in Hillesheim-Eifel den Film Congo Calling. Einzelheiten ersehen Sie aus der Anlage.

Mit freundlichen Grüßen

Michael und Charly Simonis

Solidaritätskreis Westafrika e.V.
Michaelstraße 3
54576 Hillesheim

Anlagen: