07.01.2026 von Claudia

Die wichtigste Aufgabe während unserer Reise nach Burkina Faso ist die Planung der nächsten Projekte. Dazu haben wir für Montag die Schulbehörden und die Delegationen der einzelnen Dörfer/Stadtviertel eingeladen. In unserer Reiseplanung hatten wir den Montagvormittag vorgesehen, aber dann kam es doch ganz anders als erwartet.

Zunächst sind wir am Montag früh sehr erstaunt, dass wir nicht – wie in den letzten Jahren üblich – einen Besprechungsraum auf dem Gelände der Mission erhalten können, mit dem Argument, dass die wartenden Antragsteller die anderen Gäste stören würden.
Aber man stellt uns einen Raum in der Nähe zur Verfügung. Wir nutzen das Carport davor als Warteraum, und sehr vorausschauend hat Anselm auch noch Stühle von zu Hause mitgebracht.

Pünktlich sind zwei alte Bekannte von den Schulbehörden da, die uns bei den Sondierungen sehr gut unterstützen, viele Dinge noch einmal erklären und insbesondere Hinweise zur Erlangung der staatlichen Erlaubnis geben können.

Wir bitten die Delegationen, sich nach der Ankunftszeit in eine Liste einzutragen, aber fast alle sind pünktlich um 9:00 Uhr da, denn keiner möchte die Chance verpassen, heute sein Projekt vorzustellen. Damit uns die Sondierung leichter fällt und wir die Situation vor Ort schnell verstehen, füllen alle Antragsteller ein Formular aus. Besonders wichtig für mich ist dabei die Anzahl an Gebäuden, vorhandenen Klassenräumen und die tatsächliche Anzahl der Klassen sowie die Schülerzahlen.

Eine Delegation nach der anderen betritt den Raum. Meist sind es die Schuldirektoren, häufig begleitet von Elternvertretern, Dorfchefs und weiteren Vertretern des Dorfes.

Anselm übernimmt die Vorstellungsrunde, und ich nutze die Zeit, mir anhand des Formulars einen Überblick zu verschaffen. Alle Informationen müssen sofort sorgfältig notiert und gescannt werden, um nachher alle Anfragen gut zuzuordnen. Wir hören uns an, was sich die Delegationen wünschen – zumeist sind es zusätzliche Klassenräume. Dann müssen wir sehr exakt hinterfragen, ob diese notwendig sind: Gibt es wirklich keinen Platz mehr in der Schule? Werden Klassenräume tatsächlich für den Unterricht genutzt oder vielleicht doch als Lehrerzimmer? Gibt es andere leerstehende Gebäude wie Lehrerhäuser oder Bürogebäude, die umgebaut werden können? Und stimmen die Schülerzahlen?

An dieser Stelle wird es für mich immer absurd. Ich arbeite an einer deutschen Grundschule und weiß, wie anstrengend und hart dort die Arbeit in Klassen mit einer maximalen Klassenstärke von 25 Kindern ist. Hier in Burkina Faso sieht die Situation ganz anders aus: Die Schulen sind so überfüllt und der Bedarf so riesig, dass wir in der Grundschule häufig Klassenstärken von über 100 Kindern haben. Und für mich heißt das in unseren Auswahlgesprächen, dass ich Anfragen ablehnen muss, wenn die Anzahl der Kinder unter 100 liegt, denn an anderer Stelle ist der Bedarf noch höher.

Während des Zuhörens und Notierens versuche ich direkt zu markieren, wo neue Projekte sinnvoll sein könnten, denn es ist außerordentlich wichtig, dass wir die gemachten Angaben überprüfen und diesen Schulen in den nächsten Tagen einen Überraschungsbesuch abstatten.

So empfangen wir einen Antragsteller nach dem anderen. Mittags haben wir den Eindruck, dass die Menschenmenge vor unserem Büro gar nicht kleiner wird, und so sind wir erschrocken, dass noch so viele Delegationen warten. Da wir um 16:00 Uhr eine Einweihungsfeier haben, entscheiden wir, auf ein Mittagessen zu verzichten, durchzuarbeiten, das Programm für den nächsten Tag zu ändern und ab 8:00 Uhr die übrigen Delegationen einzuladen.

So haben wir am Ende 48 Anträge vorliegen. Am Abend füge ich die vorhandenen Infos zusammen, und Michael kann so von Deutschland aus mitdenken, wo es Sinn macht, hinzufahren und was die wichtigen Fragen sind.

Dieser Teil der Arbeit stellt sicher, dass wir unsere Spendengelder nur für Projekte ausgeben, die sinnvoll sind und bei denen die Not derzeit am größten ist.

In Bama haben wir wieder eine große Einweihungsfeier. Die Schüler machen viele schöne Vorträge, es gibt einen Jungen, der rappt und mehrere Tanzvorträge. Die besten Schüler der Schule werden geehrt. Das Gymnasium Bama ist im landesweiten Wettbewerb der Zweite Sieger. Das bedeutet, sie haben die besten Ergebnisse von den Schülern in Burkina Faso erzielt. Man merkt, dass das Dorf sehr stolz darauf ist, es wird ausgiebig den Lehrern und den Schülern gedankt. Die besten Schüler werden geehrt und erhalten Urkunden, diese Urkunden werden von den Persönlichkeiten des Ortes überreicht, diese schenken den Kindern Geld als Belohnung dazu.
Das Lycée hat über 1500 Schüler. In diesem Schuljahr sind sie ein technisches Gymnasium geworden und haben eine Landwirtschaftsklasse eröffnet.

06.01.2026 von Nadija

Für Claudia und Anselm ging es ab 8 Uhr in die zweite Runde Antragsgespräche. Gestern waren so viele Menschen ins provisorische Büro gekommen, dass die Zeit nicht reichte: Die kalkulierte Viertelstunde pro Antragsteller wird meistens überzogen. Alle erhoffen sich eine Zusammenarbeit mit dem Solidaritätskreis.

Der Rest von uns nutze die Gelegenheit für einen Abstecher auf den Stoffmarkt von Bobo. Und war überwältigt von der Auswahl an Farben und Mustern. Die „Pagnes“, so heißen die Stoffbahnen, können direkt vor Ort in maßgeschneiderte Kleider, Hosen und Hemden verwandelt werden. Dafür sitzen Dutzende Tailleurs (Schneider) mitten im Gewusel an ihren Maschinen bereit.

Irgendwie reichte die Zeit noch für ein schnelles Mittagessen. Bevor wir zur Einweihung des Lycée Provincial Mollo Sanou düsten. Das liegt im Sektor 5 von Bobo, etwa 20 Minuten von unserer Unterkunft entfernt. Theoretisch. Je nach Verkehr und Piste kann die Fahrt hier immer länger dauern.

In der drittgrößten Schule des Bezirks erwartete uns eine lärmende Menge: Schüler/innen, Lehrer/innen, Amtsträger/innen und der Dorfälteste. Der Direktor, ein unverkennbarer Charakter, fiel während seiner Rede tatsächlich auf die Knie: Die neuen Schulräume sind schon die dritten, für die er sich eingesetzt hat. Eine kleine Erfolgsgeschichte. Wir hatten alle das Gefühl, dass hier der richtige Mann am Start ist.
Die Pagnes haben uns übrigens hier nochmal verfolgt: Claudia, Anselm, unsere Bauingenieurin und Edmund bekamen ein traditionellen Stoff geschenkt.

Nach dem gemeinsamen Snack wurde es auf einmal hibbelig, die Männer verschwanden…der Afrika Cup steckte dahinter. Burkina Faso musste gegen Titelverteidiger Elfenbeinküste ran. Konnte sich aber leider nicht fürs Viertelfinale qualifizieren.

05.01.2026 von Christina


Da heute für Claudia und Anselm die Gespräche mit den Dörfern anstanden, die einen Antrag für eine neue Schule stellen, hatte der Rest der Gruppe etwas Freizeit. Zuerst sind wir mit Edmund in die Berufsschule gegangen in der er letztes Jahr mehrere Tage mit den Lehrern unterrichtet hat. Nadja ist den ganzen Tag mit ihm dort geblieben um mit der Sprache zu helfen. Später sind Klaus, Lukas, Noah und ich mit dem Chauffeur Eric losgefahren um die Altstaddt und Moschee von Bobo zu besichtigen.
Besonders witzig war es als wir in einem kleinen Geschäft waren und ich Klaus ein afrikanisches Spiel zeigte dass wir zu Hause oft spielen. Der Verkäufer forderte mich sofort zu einer Partie heraus. Danach wurde ein „Foto de famille“ gemacht. Wenn man bedenkt, dass der Verkäufer mit uns spielt, Fotos macht und noch mindestens drei andere zuschauten und alle bester Laune waren- das ganze um ein Spiel zu verkaufen was nicht einmal 10€ kostet, merkt man dass hier in Burkina Faso wirklich eine andere Welt ist.
Die Moschee war sehr eindrucksvoll. Sie wurde im 19. Jahrhundert nur aus Lehm, Stein und Holz gebaut.
Danach sind wir auf den Markt gefahren um ein paar Leckereien zu kaufen. Der Markt war auch ein besonderes Erlebnis.
Einen schönen Abschluss fand der Nachmittag mit einer tollen Einweihung einer Grundschule in Samagan.

04.01.2026 von Klaus

Gestern Abend haben wir bereits die Vorkehrungen getroffen, da wir heute Morgen spätestens um 7:00 Uhr starten. Um 5:30 Uhr klingelte der Wecker. Wir sind aufgestanden, haben schnell unsere Sachen gepackt und alles zu den Pick-ups gelegt. Claudia hat uns auf ein kurzes Frühstück eingestimmt, da wir kaum Zeit haben bis zur Abfahrt um 7:00 Uhr. Mich wundert es, dass das ganze Haus wunderbar nach Omelette roch. Nachdem wir die Moskitodome und alles andere eingepackt hatten, trafen wir uns zum Frühstück. Anselm’s Frau verwöhnte uns mit leckeren Omelette und frischen Baguettes, Kaffee und Papayas. Nachdem die Pick-ups gepackt waren, fuhren wir mit leichter Verspätung um 07.15 Uhr los. Die Straßen in Burkina Faso sind einfach ein Abenteuer. Auf den zweispurigen Fahrbahnen fährt man links und überholt rechts. Immer wieder muss man vor in die Straße eingebaute Buckel bremsen damit die Fahrzeuge langsamer fahren. Nach fast vierstündiger Fahrt konnten wir eine 1/4 Stunde pausieren und einen Cappuccino genießen. Dann ging es weiter zur ersten Einweihungsfeier in Dohoun. Der Bau war ein Erweiterungsbau von der ersten Schule aus dem Jahr 2017. Wir konnten beide Schulen besichtigen und es war alles in bester Ordnung. Anschließend wurden wir ins Dorf zum Mittagessen eingeladen. Wir fuhren weiter zur zweiten Schule, die wir um 15:00 Uhr eingeweiht haben. Diese Schule steht auf einem großen Gelände mit zwei weiteren Schulen vom Verein sowie weiteren Schulen von der Regierung. Nach der Einweihung ging es weitere 2 Stunden bis Bobo Dioulasso. Um 19:00 Uhr sind wir an
unserer Unterkunft angekommen und haben im Pavillon vor der Unterkunft, das leckere Obst vom Markt gegessen, um den Tag abzuschließen. Burkina Faso ist ein Traum und ein Abenteuer zugleich.

Heute besuchen wir die Schule in Kari. Diese Schule ist ein großes Gymnasium, sie besteht aus vier Gebäuden und insgesamt 13 Klassenräumen. Die Klassen sind alle sehr gut besetzt, teilweise mit 130 Kindern in der Klasse.
Wir haben an diesem Ort 2012 vier Klassen gebaut, 2014 noch einmal erweitert und jetzt die Schule eingeweiht, die wir 2023 erstellt haben. Leider hat die Bevölkerung sich nicht gut an den Baumaßnahmen beteiligt, so dass der Bauunternehmer mit wenigen Angestellten die Schule alleine bauen musste. Ebenfalls wurden keine Bäume gepflanzt, obwohl man sehen konnte, dass der Schatten an den alten Schulen hervorragend ist, wenn man ausreichend Bäumen pflanzt.


Die Klassenräume in dem neuen Gebäude waren gut gepflegt, ebenso die Bänke und sehr schön von den Schülern dekoriert.

03.01.2026 von Lukas


Heute konnten wir entspannt in den Tag starten. Nach einer ruhigen Nacht auf der Dachterrasse wurden wir vom Hahn und dem Muezzin der naheliegenden Moschee geweckt. Ein gutes Frühstück mit Baguette und Marmelade, sowie süßen Teilchen hat uns gestärkt losfahren lassen nach Sidogo.

Die Fahrt durch die Stadt zeigt uns auch nochmal die Trockenheit, die gerade herrscht und die Armut der Menschen.

Leider wurden wir zweimal von der Polizei angehalten, so dass wir verspätet bei der ersten Schuleinweihung ankamen.

Dennoch wurden wir sehr herzlich begrüßt und nachdem Claudia mit dem Schulleiter die organisatorischen Dinge geklärt hat begann die Einweihung. Wir sitzen den Dorfbewohnern gegenüber, der Direktor spricht und stellt die Lehrer und Elternvertreter vor. Nach einigen Reden wurden Gastgeschenke ausgetauscht (Claudia hat eine Ziege und zwei Hähne bekommen). Anschließend wurden wir zum Essen eingeladen. Hähnchen, Gemüse, Bohnenstampf haben uns allen geschmeckt.
Edmund tanzte danach noch mit den Dorfbewohnern.
Auf der Rückreise merkten wir alle unsere Müdigkeit.

Doch der Botschafter wartet und so fahren wir noch auf ein Getränk zu ihm. Es ist interessant seine Sicht zu hören. Er erzählt uns sehr viel über die aktuelle Lage in Burkina Faso.

Bei Anselm konnten wir den Abend wieder ausklingen lassen und jetzt fallen wir gleich schnell ins Bett, denn morgen geht es schon um 7 Uhr wieder weiter.

02.01.2026Von Claudia Blech

Das neue Jahr startet direkt mit einem großen Abenteuer: Wir sind wieder unterwegs nach Burkina Faso. In den nächsten beiden Wochen möchten wir 19 Schulen einweihen, möglichst viele alte Projekte besuchen, Gespräche zu Anträgen führen und das Mädcheninternat im Foyer Monique besuchen.

In diesem Jahr reisen wir mit sieben Personen. Michael pausiert, und Charly hat entschieden, dass er nach drei Jahren Verabschiedung in Burkina in diesem Jahr wirklich nicht mehr mitfahren möchte. So liegt die Hauptverantwortung in diesem Jahr bei mir – eine Rolle, die ich nicht unbedingt gerne habe, aber hoffentlich gestemmt bekomme.

Edmund ist schon häufig mit dem Solidaritätskreis in Burkina gewesen, und Nadija hat ebenfalls Afrika-Erfahrung. Unser Sohn Noah erlebt dieses Abenteuer zum ersten Mal, und ich bin gespannt, wie das Land und die Menschen aus der Perspektive eines 16-Jährigen gesehen werden. Christina, Michaels Frau, nutzt die Möglichkeit, Burkina Faso live zu erleben – ein Land, mit dem sie sich bisher vor allem durch die Buchhaltung für den Verein und durch Erzählungen intensiv beschäftigt hat. Außerdem begleiten uns Lukas und Klaus – beide ebenfalls zum ersten Mal in Burkina Faso.

Wir starten um 5:30 Uhr in Hillesheim – pünktlich hat es in der Nacht zum ersten Mal geschneit. Die Fahrt zum Flughafen und das Einchecken verlaufen problemlos, sodass wir entspannt warten können, bis der Flug losgeht.

Nach einem guten Flug erwartet uns Ouagadougou mit 37 Grad. Nach einigen Passkontrollen hängen wir mal wieder beim Zoll fest. Wir haben etliche Brillengläser für eine Optikerstation dabei, und diese werden beanstandet. Ich schaffe es nicht, den Zollbeamten zu überzeugen, dass es sich um eine Spende für sein Land handelt. Drei Koffer behält der Zoll und transportiert sie zum Hauptflughafen-Zoll, wo der Vorgesetzte entscheiden soll, wie viel Zoll wir zahlen müssen.

Die Gruppe fährt schon einmal zu Anselm nach Hause, und Anselm und ich fahren zum Zoll. Zuerst heißt es, es werde nicht mehr gearbeitet und wir sollen morgen wiederkommen, doch dann entscheidet der Chef, dass wir doch noch kontrolliert werden können. Ich packe alle Geschenke aus, erkläre viel, und Anselm berichtet über unseren Verein. Dann warten wir – und bekommen schließlich die erfreuliche Nachricht, dass wir ohne Zahlung weiterfahren dürfen. Erleichtert fahren wir ebenfalls zu Anselm.

Nun können wir entspannt den ersten Abend ausklingen lassen, bevor wir uns in unsere Moskitodome auf der Terrasse zurückziehen

Jahresbericht 2025

Im Jahr 2024 führten wir in Burkina Faso Entwicklungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von 783.000 Euro durch. Der Schwerpunkt lag auf dem Bau zahlreicher Schulgebäude – derzeit wird etwa alle drei Wochen eine neue Schule fertiggestellt. Ein Schulplatz kostet dabei lediglich rund 160 Euro.

Jahresbericht 25
Kalender 2026

Unsere Arbeit wurde durch die beiden Militärputsche nicht wesentlich beeinträchtigt. Auch unter der neuen Militärregierung sind wir als gemeinnützige Organisation anerkannt. Dadurch bleibt uns der Erlass der 18-prozentigen Mehrwertsteuer auf Schulbauten und -ausstattungen erhalten. Vom 6. bis 20. Januar 2025 reisten wir erneut nach Burkina Faso. Aufgrund der Sicherheitslage übernachteten wir nicht mehr direkt in den Dörfern, sondern ausschließlich in der katholischen Mission in Bobo Dioulasso, im Mädcheninternat Foyer Monique in Banfora sowie in einer Pension in Diébougou. Um Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit vor Ort zu geben, haben wir Tagesberichte abgedruckt.

Weiterlesen: Jahresbericht 2025

Die Sicherheitslage in Burkina Faso hat sich leicht verbessert, sodass viele Schulen wieder geöffnet sind. In Grenzregionen ist der Schulbau jedoch weiterhin nicht möglich. Viele Binnenflüchtlinge sind in die Umgebung von Bobo Dioulasso geflohen. Dort werden in einem Klassenzimmer teilweise über 130 Kinder von zwei Lehrkräften unterrichtet. Um dieser Situation entgegenzuwirken, konzentrieren wir uns besonders auf diese Region. Oft verdoppeln wir die Anzahl vorhandener Klassenräume: Nach Fertigstellung kann jeweils die Hälfte der Schüler in neue Räume wechseln, wodurch sich die Klassengrößen halbieren und alle Räume sofort genutzt werden können. Da die Eltern in der Großstadt keine Baumaterialien wie Sand und Kies zur Baustelle bringen können, übernehmen wir dort zusätzlich die Kosten für die vom Bauunternehmer bereitgestellten Materialien.

Unsere nächste Reise findet vom 2. bis 16. Januar 2026 statt – mit täglichen Berichten auf unserem WhatsApp-Kanal.

Die Spendeneinnahmen 2024 beliefen sich auf 335.306 Euro. Am 28. März 2025 fand unsere Mitgliederversammlung statt. Das ausführliche Protokoll mit zahlreichen Grafiken finden Sie auf unserer Internetseite www.solidaritaetskreis.de.

Für das Schulbauprogramm 2022–2024 wurde uns vom BMZ ein Zuschuss von 1.156.098 Euro bewilligt. In diesem Programm errichteten wir bis zum 30. April 2025   16 vierklassige Schulgebäude für Collèges/Lycées und 14 dreiklassige Schulgebäude für Grundschulen. Ferner haben wir 6 Brunnen gebohrt. Die Aufklärungskurse an Schulen konnten dank einer Sonderspende von 15.000 Euro auch im Schuljahr 2024/2025 fortgeführt werden. Im ASAO-Programm 2025-2026 realisieren wir zusätzlich, ohne BMZ-Mittel, den Bau von weiteren 12 vierklassigen Collèges und von 10 dreiklassigen Grundschulklassen sowie 4 Brunnenbohrungen für rund 832.400 Euro.

Seit über 20 Jahren unterstützen wir auch das Mädcheninternat Foyer Sainte Monique in Banfora, das von Ordensschwestern geleitet wird. Im Schuljahr 2024/2025 wurden 41 Mädchen, die im Foyer wohnen und die höheren Schulen besuchen, durch ihre Paten unterstützt. 27.100 Euro wurden im Foyer für Lebensmittel, 6.000 Euro für Nachhilfe- und Computerunterricht, 1.600 Euro für Wasser und Strom und 6.150 Euro für das Schulgeld an den Privatschulen ausgegeben. Darüber hinaus wurden 25 weitere Mädchen während ihres Studiums oder ihrer Ausbildung mit insgesamt 8.255 Euro unterstützt. Möchten Sie eine Patenschaft übernehmen? Der Jahresbeitrag beträgt 360 Euro. Melden Sie sich gerne bei uns!

In den letzten Jahrzehnten konnten wir regelmäßig Ihre Spenden mit öffentlichen Zuschüssen vom BMZ vervierfachen und damit mehrere Millionen Euro in den Schulbau und Bildungsprojekte in Burkina Faso investieren. Wir danken dem BMZ für die langjährige, sehr großzügige Unterstützung. Die deutsche Entwicklungspolitik der letzten Jahre setzt jedoch zunehmend auf komplexe Wirkungs-, Ausschreibungs- und Evaluierungsverfahren – Vorgaben, die kleine, ehrenamtliche Träger wie uns überfordern und faktisch große, bürokratische Partner bevorteilen. Hinzu kommt das reale Risiko von Regressen und Rückforderungen bei formalen Fehlern. Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden, vorerst keine neuen BMZ-Anträge zu stellen. Wir kritisieren, dass ein wachsender Anteil der Mittel in Verwaltung und Durchführungsstrukturen verbleibt, anstatt bewährte Projekte vor Ort zu stärken. Während Burkina Faso unter Terror, überfüllten Schulklassen und staatlicher Instabilität leidet, brauchen Kinder vor allem Zukunftsperspektiven – und hierzu ist Schulbildung ein wesentlicher Schlüssel. Deshalb finanzieren und realisieren wir unsere Projekte weiterhin – auch ohne staatliche Entwicklungsgeldern aus privaten Spenden: so kommt Hilfe schnell, zielgerichtet und unbürokratisch an.

Unsere Verwaltungskosten in Deutschland betrugen 2024 nur 1,66 % unserer Gesamtausgaben und wurden nicht aus Spenden, sondern aus einem Verwaltungskostenzuschuss des BMZ gedeckt. Der Druck dieses Jahresberichts und des Kalenders ist ebenfalls privat finanziert. Da wir keine BMZ-Gelder mehr bekommen, sind wir auf Ihre Spende angewiesen und versichern Ihnen, dass wir das gespendete Geld sehr sorgfältig und effektiv investieren werden.

Wir möchten Sie schon jetzt für Freitag, den 13. März 2026, um 19 Uhr zu unserem Infoabend in das Hillesheimer Pfarrheim einladen. Mit beeindruckenden Bildern und persönlichen Erlebnissen werden wir von unserer Reise nach Burkina Faso im Januar 2026 berichten. Auch wenn an diesem Abend unsere Mitgliederversammlung stattfindet, geht es vor allem darum, unsere Arbeit vorzustellen. Unser Engagement wächst mit der Unterstützung vieler – seien Sie dabei und bringen Sie gerne interessierte Gäste mit!

Wenn Sie noch ein sinnvolles, nachhaltiges Geschenk suchen, verschenken Sie doch „Entwicklung“! Besuchen Sie einfach unseren Spendenshop auf unserer Homepage. Wir senden Ihnen oder direkt dem Beschenkten eine passende Geschenkkarte in Form einer handgemachten Karte mit original afrikanischem Stoff zu. Mit dem Kauf dieser Karte tätigen Sie eine sachbezogene Spende an den Solidaritätskreis Westafrika. Sie erhalten keine Rechnung, sondern eine Spendenquittung.

Wir möchten uns bei Ihnen für Ihr Interesse und Ihre großzügige Unterstützung herzlich bedanken und wünschen Ihnen bereits jetzt eine gute Adventszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.                

Es grüßt

Michael Simonis

Mitgliederversammlung am 28.03.2025

Liebe Freunde des Solidaritätskreises Westafrika e.V.,

Wir haben uns über die zahlreichen Mitglieder und Interessierte gefreut, die uns auf der Mitgliederversammlung am 28.03.2025 im Pfarrheim besucht haben. Neben dem Rechenschaftsbericht und dem Bericht des Kassenprüfers mit der Entlastung des Vorstandes, erzählte Claudia Blech (2. Vorsitzende) über das Foyer St. Monique und über unsere Aufklärungsarbeit in Burkina Faso.
Anschließend zeigeten wir Bilder und Videos von der Rundreise im Januar 2025 und schilderten unsere Eindrücke. Einen Ausschnitt der Bilder finden Sie auf unserem You-Tube Kanal.

Hier finden Sie das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 28.03.2025 sowie die Präsentation der Mitgliederversammlung.

Herzliche Grüße
Michael Simonis

Solidaritätskreis Westafrika e.V.  – Ein Abend über unsere Projekte in Burkina Faso

Liebe Freundinnen und Freunde unseres Solidaritätskreises,

wir laden Sie herzlich ein, mehr über die Arbeit unseres Vereins zu erfahren: Am Freitag, den 28. März 2025 um 19 Uhr im Pfarrheim der katholischen Kirche in 54576 Hillesheim möchten wir Ihnen unsere aktuellen Projekte in Burkina Faso vorstellen.
Mit beeindruckenden Bildern und persönlichen Erlebnissen berichten wir von unserer Reise nach Burkina Faso im Januar 2025. Wir zeigen, wie durch den Bau von Schulen und Brunnen neue Perspektiven für Tausende von Kindern entstehen.

Wer sich schon jetzt informieren möchte, findet den Reisebericht 2025 unter Reisebericht 2025.

Auch wenn an diesem Abend unsere Mitgliederversammlung stattfindet, geht es vor allem darum, unsere Arbeit vorzustellen und zu zeigen, wie jeder einen Beitrag leisten kann. Unser Engagement wächst mit der Unterstützung vieler – seien Sie dabei und bringen Sie gerne interessierte Gäste mit!

Wir freuen uns auf Sie!

Herzliche Grüße
Ihr Solidaritätskreis-Team

Tagesordnung
1.     Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden
2.     Bericht des Kassenprüfers, der anschließend die Versammlungsleitung übernimmt
3.     Entlastung des Vorstandes
4.     Bericht und Fotos über unsere Reise nach Burkina im Januar 2025, unter dem Link Reisebericht 2025 schon jetzt abrufbar.

Wir wollen in Burkina Faso weitere Schulen bauen und Brunnen bohren und damit für ca. 10.000 Kinder neue Klassenräume schaffen.
Einzelheiten erfahren Sie unter www.solidaritaetskreis.de